--- Studien ---

 

* Startseite     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Links
     Boywiki
     Greeny's Blog






Rind, die 1.

Studie von Rind et al, 1. Teil
Vorbemerkung
---------------------------------------------------------------

In der Öffentlichkeit gilt Pädophilie als das Unwort schlechthin. Diese Bewertung schlägt sich auch auf die Forschung nieder; erst in den letzten Jahren ändert sich diese Situation. Schließlich ist der dahinterstehende Begriff bzw die Tat, der die Angst vor dem Pädophilen begründet (der Begriff des sexuellen Kindes-Missbrauchs) kaum mal 20 Jahre alt. Für die Jüngeren: Es gab diesen Begriff in den 70ern schlicht und einfach nicht, hätte ihn einer vorgebracht, so hätte man mit ihm schlimmste Kindes-Misshandlung verbunden, nicht jedoch das, was heute darunter verstanden wird: "Sexueller Missbrauch von Kindern bezeichnet sexuelle Handlungen mit, an oder vor Kindern." (nach wikipedia) D.h. alle sexuellen Handlungen, die "mit, an und vor Kindern" stattfinden, ist - gemäß diesem Begriff - Missbrauch. "Sexueller Missbrauch mit Kindern ist Misshandlung plus Feminismus", schreibt Katharina Rutschky. Oder mit anderen Worten: Sexueller Missbrauch ist eine politische Kampfformel, die im Feminismus begründet wurde, er ist aber kein sinnvoller Begriff, um wirkliche Übergriffe auf Kinder abzuwehren, sondern vor allem dazu, liebevolle Beziehungen zwischen erwachsenen Männern (bzw Frauen) und Jugendlichen / Kindern zu kriminalisieren. Ob eine solche Beziehung liebevoll ist oder nicht, ob es in ihr zu wirklichen Schädigungen gekommen ist oder nicht: der Begriff des Kindesmissbrauchs schert alles über einen Kamm.

Ich sagte, dass sich diese Sichtweise in der Forschung langsam zu ändern beginnt. Einer der Meilensteine in diesem Prozess ist die Untersuchung von Bruce Rind, Philip Tromovitch, Robert Bauserman, "A Meta-Analytic Examination of Assumed Properties of Child Sexual Abuse Using College Samples", Psychological Bulletin. 124(1), 1998, pp22-53

Sie ist relativ bekannt, im Netz frei verfügbar, und doch, denke ich, wenig gelesen. Daher will ich diese Studie im folgenden darstellen, sehr detailliert, damit sich jeder ein Urteil erlauben kann, auch wenn er sich die zugegebenermaßen trockene Lektüre in Englisch nicht antun will. Wer das Original genauer studieren möchte: es ist unter der Adresse *http://www.ipce.info/library_3/rbt/metaana.htm einzusehen. Damit der Text nicht zu lange wird, publiziere ich ihn in mehreren Teilen. Anschließend will ich mich mit der Diskussion um diese Studie beschäftigen.

Als Auftakt der Abstract der Studie:

„Viele Laien und Fachleute glauben, dass Kindesmissbrauch intensiven Schaden, unabhängig vom Geschlecht und verbreitet in der allgemeinen Bevölkerung, verursacht. Die Autoren untersuchten diese Annahme durch die Analyse von 59 Studien, die auf College-Stichproben beruhten. Die Metaanalyse zeigte, dass missbrauchte Studenten durchschnittlich etwas mehr psychische Probleme aufwiesen als die Kontrollgruppe. Jedoch konnte dieser Zusammenhang nicht auf den Kindesmissbrauch zurückgeführt werden, da das familiäre Umfeld eng mit dem Kindesmissbrauch verknüpft war, das letztere beträchtlich mehr Varianz der psychischen Symptomatik erklärte und die Beziehung zwischen Kindesmissbrauch und psychischen Schwierigkeiten bei statistischer Kontrolle des familiären Umfelds nichtsignifikant wurde. Selbstberichtete Reaktionen auf Kindesmissbrauch zeigten, dass negative Effekte weder allgemein verbreitet noch intensiv waren, und dass Männer viel weniger negativ auf Kindesmissbrauch reagierten als Frauen. Die Daten der College-Stichproben waren konsistent mit nationalen Erhebungen. Grundlegende Glaubensmuster der allgemeinen Bevölkerung über Kindesmissbrauch konnten nicht unterstützt werden.“
16.3.06 14:43
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung